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Das Infanterie-Regiment


Numerische Stärke

Ein Infanterie-Regiment, bestehend aus 2 Bataillonen oder 12 Kompagnien, davon 2 Grenadier-Kompagnien, zählte nach dem Reglement von 1750:

 - 50     Ober-Offiziers
 - 118   Unteroffiziers

 - 37     Tambours
 - 252   Grenadiers
 - 1140 Musketiers

Unterstab:

 - 1    Regiments-Quartiermeister
 - 1    Feldprediger
 - 1    Auditeur
 - 1    Regiment-Feldscheer
 -12   Kompagnie-Feldscheer
 - 1   Regiments-Tambour
 - 6   Hautbois, 6 Pfeifer
 - 1   Büchsenmacher
 - 1   Schäfter
 - 1   Profoss

Bei den 126 Grenadiers per Kompagnie waren 6 Zimmerleute inbegriffen. Im Krieg bildeten die Grenadier-Kompagnien je zweier Regimenter ein Grenadier-Bataillon, kommandiert von einem Stabs-Offizier.
Jede Kompagnie eines Regiments führte eine Fahne, getragen vom Freikorporal (Junker, unterste Stufe der Offizierslaufbahn).

Vom Gemeinen

zu dessen Bekleidung und Ausrüstung gehörten:

1. das Hemd, nach der damals auch beim Volk üblichen Weise mit der Öffnung hinten, bis nach dem siebenjährigen Krieg auf der Brust kleingefältet, später bildete ein aufgenähter Streifen Leinen den Busenstreif. Das Reglement von 1750 erwähnt auch Brusttücher, jedenfalls unter dem Hemde zu tragen und Strümpfe bis an die Knie

2. Kurze Kniehosen von Tuch, im Sommer von Leinen

3. Starke Schuhe zum Schnallen

4. Die Stiefeletten oder Gamaschen von Tuch, im Sommer von Zwillich

5. Die Halsbinde, ein Streifen dünner Pappe, mit Etamin überzogen

6. Die Weste oder Kamisol von Tuch, auch das Rückenstück, mit Ärmeln - Die Beschaffenheit der Weste war um so wichtiger, als die Infanterie seit Friedrich Wilhelm I. keine Mäntel hatte, mit Ausnahme des je einen Exemplars, welches auf jeder Wache für den Postenstehenden gehalten wurde.

7. Der Rock von grobem Tuch, die Zipfel der Schöße zusammengeknöpft, früher bis mutmaßlich nach 1770 auch offen getragen, wurde nach dieser Zeit auf der Brust zusammengehakt - das Reglement von 1743 und 1750 verordnen für den Winter das Zuknöpfen des Rockes und Daraufschnallen des Säbelgehenks, zu welch ersterem Zweck die Nähte nachzulassen seien.

8. Die Frisur: Nach damals allgemeinem Brauch kämmte auch der Soldat sein Haar von der Stirn nach hinten, und steifte auf jeder Seite, wie es der Haarwuchs darbot, 3 Locken und mehr auf. Der Zopf ist dem der Kavallerie gleich, die Länge reichte bis ans Kreuz, Zopfband 4 Ellen. Alles mit Talgpomade gesteift und auf Parade auch gepudert. Perücken waren im allgemeinen verboten, nur bei großem Haarmangel (etwa vor Alter) ward dergleichen "ganz dünne und kurz" gestattet.

9. Der Musketierhut (er zeigte bei herabgelassener Krempe die ursprüngliche runde Form, welche der Dreissigjährige Krieg schon sahe), die Krempeneinfassung ist leinen Band, die Puscheln und Hutschnur Wolle.
Die Grenadiermütze. Die früheren Grenadiere trugen kleine Mützen gemäß ihrem Dienstdes Werfens der Handgranate, welcher ein häufiges Überhängen der Flinte auf den Rücken bedingte. Nachmals als jener Dienst außer Gebrauch kam, man jedoch die sehr bewährte Truppe beibehielt, wurde das vorher niedere Stirnblech erhöht und der frei herabhängende Mützensack mit Puschel mittelst 4 Fischbeinschienen hochgestelgt, wahrscheinlich gegen den Hieb. Bei vielen der Mützen finden sich innen am Futter nach hinten zu ein lose hängendes Geflecht von Menschenhaar angebracht, dessen Zweck ersichtlich ist, die Mütze hinten unter dem Zopf zu befestigen. Die Höhen der Mützenbleche variieren von 8 3/4 bis 9 3/4 Zoll, teilweise bis zu 11 1/2 Zoll. Die Regimenter, welche Weißblech führten, bedienten sich zu dessen Herstellung einer eigentümlichen Substanz, Mützenpulver genannt, welches auch bloßem Messing auf kurze Zeit ein schön weiß plattiertes Ansehen verleiht.

10. Die Patronentasche, auf denen der Grenadiere sind auf den Ecken so genannte Grenadier-Flammen.

11. Die Waffen: Bajonettflinte und der Säbel, krumm mit Ausnahme einiger Regimenter, welche grade Pallasche hatten wie die Kanoniere. Bewaffnung wie Bekleidung waren übrigens bei Musketier und Grenadier völlig gleich.


Vom Unteroffizier

Außer seinen Unterscheidungszeichen durch Hut- und Säbelpuschel und die verschiedenen Tressendekorationen auf Rock und Hut war sein Hauptabzeichen der Stock (auch zuweilen an einem Knopf der Uniform mit dem Henkelband eingehängt getragen) und seine Hauptwaffe im Felde: das so genannte Kurzgewehr, 9 Fuß lang. In allem übrigen unterscheidet sich der Unteroffizier vom Gemeinen nicht.


Vom Offizier

Standes- und Dienstabzeichen desselben waren:

1. Der Ringkragen ( herrührend von der Halsberge, welche noch im 17. Jahrhundert allein ohne Harnisch getragen wurde) von Silber - bei einigen Regimentern auch vergoldet - in der Mitte eine Email. Derselbe wurde an einem schwarzen, weiß geränderten Bande umgeknüpft, früher unter dem offenen Rocke, nachher auf demselben getragen.

2. Das Esponton (der Abkömmling der Partisane), ein noch vorhandenes mißt 7 Fuß 2 1/2 Zoll, die Stange selbst 6 Fuß. Der Subaltern-Offizier trug es nur beim Exerzieren und auf Parade. Dagegen führte am ersten Revuetage dem Könige jeder Chef - selbst als Feldmarschall - zu Fuß mit dem Sponton sein Regiment vor, von dieser Obliegenheit waren selbst die Brüder des Königs nicht entbunden.

3. Die Schärpe (Escarpe), Flechtwerk von gedrehten Silber- und Seidenfäden.

4. Der Degen, mit zweischneidiger Klinge.

5. Ein spanisches Rohr als steter Begleiter.

Ausgenommen den mit einem Besatz von Straußfedern geschmückten Hut des Generals gab es keine eigentlichen Rangabzeichen. Der Regiments-Chef, gleichviel wie hohen Grades, trug wie der Subaltern nur die Uniform seines Regiments, wie er auch in dessen Garnisonsort wohnte. Im allgemeinen unterschied sich der Stabs-Offizier durch Reitstiefel und aufgehakte Rock-Schöße. Auf dem Marsche waren alle Offiziere inkl. Fähnrichs zu Pferde.



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