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Geschichte Preußens

Hier werde ich, grob umrissen, die Geschichte Preußens darstellen.



1225 bittet der polnische Herzog Konrad von Masowien den Deutschen Orden um Mithilfe, den Stamm der Prußen, einem heidnischen baltischen Volk, zu bewältigen. Im Gegenzug wird dem Deutschen Orden das Kulmerland, eine Region östlich der Weichsel angeboten. 1226 lässt sich der Orden die diese Herrschaft und alle weiteren Eroberungen im "Preußenland (nach dem Stamm der Prußen)" vom Staufer-Kaiser Friedrich II. (1194 - 1250) in der Goldbulle von Rimini "für alle Zeiten" garantieren.

In den folgenden Jahrzehnten folgte die gewaltsame Missionierung der Prußen und die Errichtung eines unabhängigen Staatswesen in einem weitläufigen Gebiet östlich der Weichsel. 1237 gibt es die erste urkundliche Erwähnung der auf einer Spree-Insel gelegenen Siedlung "Cölln" in der Mark Brandenburg, die später mit der erstmals 1244 erwähnten Nachbar-Siedlung "Berlin" zur späteren preußischen Residenz-Stadt Berlin zusammenkommen. Um 1309 erobern die Preußen das westlich der Weichsel gelegene Pommerellen mit Danzig, woraufhin die Hochmeister des Ordens seit diesem Zeitpunkt in Marienburg am Fluss Nogat residierten Später entwickelt sich daraus das Herzogtum Preußen.

1402 erreicht der Ordensstaat mit einer Größe von etwa 170.000 km2 und einer Million Einwohnern seine größte Ausdehnung, ihre Städte Danzig, Königsberg, Thorn und Kulm knüpfen enge Handelsbeziehungen mit der Hanse und exportieren vor allem Bernstein, Holz und Getreide.

1415 erhält Friedrich VI, der Burggraf von Nürnberg aus dem schwäbischen Hause Hohenzollern, als Friedrich I. die mit der Mark Brandenburg verbundene Kurfürstenwürde, die seine Dynastie für mehr als 500 Jahre innehalten wird. 1442 zieht der Kurfürst Friedrich II. (Eisenzahn) in die umfriedete Zwillingsstadt Cölln-Berlin ein, eignet sich dort ein Stück Land an, auf dem er ein Schloß, welches später das Berliner Stadtschloß genannt wird, errichten läßt.

 

 


Berliner Stadtschloß


Nach einem etwa 5 Jahre andauernden Machtkampf der Bürger gegen die kurfürstliche Diktatur beugen sich die etwa 8000 Cölln-Berliner Bürger dem Kurfürsten. Das Schloß wird 1451 fertiggestellt und dient seitdem als Hauptresidenz der Kurfürsten.

Nach mehreren erfolglosen Feldzügen 1466 muß der Deutsche Orden weite Teile seines Besitzes an Polen abgeben. Da auch die Marienburg verloren geht, wird der Sitz des Hochmeisters nach Königsberg verlegt.

1510 wird Albrecht von Brandenburg-Ansbach Hochmeister des Deutschen Ordens und schließt sich der Reformation Martin Luthers an. 1525 wird Preußen in ein weltliches, erbliches Herzogtum unter der Lehnshoheit des polnischen Königs umgewandelt. 1539 setzt sich die Reformation auch in der Mark Brandenburg durch.

1618 stirbt Herzog Albrecht Friedrich von Preußen ohne einen männlichen Nachkommen. Das Erbe tritt sein Schwiegersohn, Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg, an. Dies ist also die Geburtsstunde von "Brandenburg-Preußen", wie es für die nächsten 300 Jahre bestehen wird. Der westliche Teil steht unter Hoheit des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, der östliche weiterhin unter polnischer Hoheit.

 

 

 

 


Karte Preussens um 1576

 


In den Anfängen des Dreissigjährigen Kriegs (1618 - 1648) wird der neue Staat von schwedischen, dänischen und kaiserlichen Truppen verwüstet. 1640/41 übernimmt der "Große Kurfürst" Friedrich Wilhelm die Herrschaft in Brandenburg-Preußen. Er zentralisiert die Verwaltung und läßt ein Berufsheer errichten, welches aus Berufssoldaten besteht und bei seinem Tod 1688 schon 30.000 Mann umfasst.

 

 

 

 


Friedrich Wilhelm, der "Große Kurfürst"


Am Ende des Dreissigjährigen Kriegs wird Brandenburg Hinterpommern zugesprochen, auf welches seit 1637 ein Erbanspruch bestand. 1660 endet der Schwedisch-Polnische Krieg, nach dem Polen auf seine Lehnshoheit über das Herzogtum Preußen verzichtet. 1675 gelingt dem Heer des "Großen Kurfürsten" in der Schlacht bei Fehrbellin ein Sieg über die bis dahin als unbesiegbar geltenden Schweden und trug zum Ansehen der brandenburg-preußischen Armee bei.

 

 

 

 


Schematische Darstellung der Schlacht von Fehrbellin


1685 erlaubt Friedrich Wilhelm mit dem "Edikt von Potsdam" den französischen Hugenotten Asyl. Mehr als 20.000 der protestantischen Religionsflüchtlingen kamen nach Brandenburg-Preußen, alleine mehr als 5.000 nach Berlin. Die häufig reichen und gebildeten Franzosen trugen wesentlich zum Wirtschaftsaufschwung des Landes bei, aber auch von der religiösen Toleranz profitierten andere; so wurde 1671 in Berlin von aus Wien vertriebenen Juden die erste jüdische Gemeinde in Berlin gegründet.

1694 wird die Universität in Halle eröffnet. Diese entwickelt sich schon bald zum geistigen Zentrum der frühen Aufklärung in Deutschland und wird mit 1.500 Studenten die größte deutsche Universität.

1698 gründet der Theologe August Herrmann Francke (1663 - 1727) in Glaucha bei Halle eine Schule der Pietisten, radikale Anhänger einer protestantischen Bewegung, die neben der Bibeltreue vor allem auf die späteren Tugenden der Preußen, nämlich Fleiß, Gehorsam und Wahrheitsliebe Wert legten.

Am 18. Januar 1701 setzt sich Friedrich III. selbst die Krone als König in Preußen auf (König von Preußen dürfen sie sich erst ab 1772 nennen!). Obwohl sich der Titel eigentlich nur auf das Herzogtum bezieht, wird immer mehr das gesamte brandenburg-preußische Gebiet als Preußen bezeichnet, während das Herzogtum selbst allmählich Ostpreußen genannt wird. Auf Initiative des Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1668 - 1716) gründet Friedrich III. in Berlin die "Societät der Wissenschaften" ( ab 1812 "Akademie der Wissenschaften").

 

 

 

 


Selbstkrönung Friedrichs III.


1709 werden die Städte Cölln, Berlin, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichsstadt zur Gesamtgemeinde Berlin zusammengefasst und hatte 55.000 Einwohner.

1713 besteigt Friedrich Wilhelm I. den Thron. Er betreibt, anders als sein Vater, keinen prunkvollen Hof, sondern gibt sich ganz dem Um- und Ausbau des Militärs hin und fördert die Wirtschaft, welche dann die Mittel für das Militär bereitstellen sollte. Als er 1940 starb, verfügte Preußen über eine 83.000 Mann starkes Heer und war damit die viertgrößte und am besten organisierte Armee Europas.

 

 

 

 


Friedrich Wilhelm I.


1717 wird in Preußen die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Jedes Kind im Alter von 5 bis 12 Jahren soll eine Bildungsanstalt besuchen. Eltern und Gutsherren fürchten durch die Schulpflicht einen Verlust an billigen Arbeitskräften.

1734 beginnt man, um Berlin eine Stadt-Mauer zu bauen. Sie wird 1736 fertiggestellt und dient als Zollgrenze. Weiterhin verhindert die Mauer die Desertation der meist in die Armeen gepressten Soldaten, denn Berlin beherbergt die mit 16.000 Soldaten bei weitem größte Garnison Preußens.

Am 31. Mai 1740 erbt Friedrich II. den Thron von seinem Vater. Er bekommt später den Beinamen "der Große", weil er viel für die Kultur tat, aber auch eines der furchtlosesten Feldherren seiner Zeit war.

 

 

 

 


Friedrich II. "der Große"


Von 1740 bis 1742 findet er Erste Schlesische Krieg statt. Friedrich II. fällt mit 20.000 Soldaten in Schlesien ein und erobert nach der entscheidenden Schlacht von Chotusitz am 17.Mai 1742 fast ganz Ober- und Niederschlesien sowie die böhmische Grafschaft Glatz.

Von 1744 bis 1745 findet der Zweite Schlesische Krieg statt. Friedrich II. will einer Rückeroberung Schlesiens zuvorkommen, besetzt kurzfristig Prag und marschiert nach einem Sieg gegen die Sachsen in Dresden ein. Am Ende des Krieges wird aber der Vorkriegszustand wieder hergestellt, Schlesien bleibt preußisch.

1747 wird die Sommer-Residenz Friedrichs II., das Schloß Sanssouci (=Ohne Sorge) mit 200 Gästen eingeweiht. Architekt des Schlosses ist Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699 - 1753).

 

 

 

 


Plan des Schlosses Sanssouci


Von 1756 bis 1763 findet der Dritte Schlesische Krieg statt. Friedrich II. überfällt in Allianz mit Großbritannien das Sachsenland und eilt in den ersten Kriegsjahren von Erfolg zu Erfolg (u.a. Siege bei Roßbach und Leuthen). Doch mit der Niederlage bei Kunersdorf am 12. August 1759 wendet sich das Blatt. Österreich hat sich mit Russland, Frankreich und Kursachsen verbündet und zermürbt Friedrichs II. Armee in einem Mehrfronten-Krieg; Geld und Vorräte gehen zur Neige. Im Herbsz 1760 ziehen sogar plündernde Feindes-Truppen durch Berlin. Am 05. Januar 1762 stirbt die Zarin und Russland tritt aus dem Bündnis mit Österreich aus. Dies rettet Preußen vor der Niederlage und es wird ein Frieden zwischen Preußen, Österreich und Sachsen geschlossen (Friede von Hubertusburg), in dem dei Herrschaft Preußens über Schlesien und die Grafschaft Glatz bestätigt wird. Damit rückt Preußen neben Österreich, Frankreich, Russland und Großbritannien zur fünften Großmacht in Europa auf.

1763 erwirbt Friedrich II. von dem Kaufmann Johann Ernsz Gotzkowsky dessen marode Porzellanfabrik in Berlin und baut sie durch gezielte Förderung zur "Königlichen Porzellan Manufaktur" (KPM) zu einem der berühmtesten europäischen Produzenten von Porzellan. Er übt eine Wirtschaftsform aus, in dem er verstärkt exportiert und den Import auf ein Minimum begrenzt, um Preußen unabhängig zu machen.

1772 werden Teile von Polen unter Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt. Preußen erhält Westpreußen und Pommerellen und da nun Ostpreußen an Hinterpommern angebunden ist, darf sich Friedrich II. von nun an König von Preußen nennen. Noch zwei weitere Male werden polnische Gebiete aufgeteilt; 1795 existiert ein eigener Staat Polen nicht mehr.

Am 17. August 1786 stirbt Friedrich II. kinderlos. Sein lebenslustiger Neffe Friedrich Wilhelm II. wird neuer König, der erst einmal die Steuern senkt und das Zuckermonopol aufhebt. Auch die kulturellen Bestrebungen Friedrichs II. werden von Friedrich Wilhelm II. mit strenger Zensur zunichte gemacht.

1787 wird ein dreigliedriges Schulsysten mit Volks- , Bürgerschule und Gymnasium eingeführt und die Grundlagen für ein Abiturexamen geschaffen.

1790 wird die zunehmende Prostitution geregelt. Nun dürfen die Freier nicht mehr auf offener Straße angesprochen werden, die Prostituierten müssen in Bordellen arbeiten und eine rote Schleife auf der linken Schulter tragen.

Am 06. August 1791 wird das Brandenburger Tor nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht. Ihre Bedeutung als nationales Symbol wird das Tor erst in den Kriegen gegen Napoleon erlangen.

 

 

 

 


Brandenburger Tor 1791


1792 beginnt der Erste Koalitionskrieg, in dem Preußen zusammen mit Österreich und Großbritannien gegen das von Revolutionären geführte Frankreich. In der Kanonade von Valmy gelingt es den Koalitionstruppen nicht, die Franzosen zu besiegen, was wie eine Niederlage gewertet wird. Friedrich Wilhelm II. zieht seine Truppen zurück und schließt 1795 einen Sonderfrieden mit Frankreich, Auch Friedrich Wilhelm III., 1797 neuer König von Preußen, verhält sich Frankreich gegenüber zuerst neutral.

Am 01. Juni 1794 tritt das "Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten", eine Zusammenfassung des bürgerlichen, des öffentlichen und des Strafrechts in Kraft. Mehrfach modifiziert wird es in weiten Teilen bis 1900 gültig bleiben.

1805 zieht Napoleon I. von Frankreich in Süddeutschland ein und schlägt im Dezember 1805 in der Schlacht bei Austerlitz die Österreicher und ihre Verbündeten Russland vernichtend. Kaiser Franz II. von Deutschland erklärt im August 1806 auf französischen Druck das Heilige Römische Reich Deutscher Nation für aufgelöst. Friedrich Wilhelm III. von Preußen stellt daraufhin den Franzosen ein Ultimatum, ihre Truppen aus Süddeutschland abzuziehen. Napoleon aber nimmt diese Herausforderung an und vernichtet das alte Preußen am 14. Oktober 1806 bei Jena und Auerstedt. Das preußische Heer flüchtet, die meisten Festungen ergeben sich kampflos, der König entkommt mit seiner Gattin nach Memel. In einen Triumphzug zieht Napoleon am 27. Oktober 1806 in Berlin ein, seine Truppen besetzen Preußen. Friedrich Wilhelm III. wird zum Frieen von Tilsit gezwungen, bei dem Preußen mehr als die Hälfte seines Staatsgebietes und seiner Einwohner verliert, die Armee wird auf 42.000 Mann beschränkt und Preußen muß mehr als 30 Millionen Taler Kriegsentschädigung zahlen.

 

 

 

 


Napoleon zieht in Berlin ein


1807 werden große Reformen in Preußen vorangetrieben. Die Bauern werden aus der Leibeigenschaft befreit und mit Land darf frei gehandelt werden. Die Gewerbefreiheit wird eingeführt und beendet das alte Zunft-System. Bedeutungsvoller ist aber die von Gerhard Johann David von Scharnhorst (1755 - 1813) und August Graf Neidhart von Gneisenau (1760 - 1831) vorangetriebene Militär-Reform, bei der viele unfähige Offiziere entlassen und die Ausbildung und Taktik verbessert werden. Die allgemeine Wehrpflicht wird 1813 vorläufig, 1814 endgültig eingeführt.

Nach dem Scheitern des von Preußen unterstützten Russlandfeldzugs Napoleons 1812 erklärt der preussische General Johann David Ludwig Yorck (1759 - 1830) ein von ihm in Ostpreußen befehligtes Hilfskorps für neutral. Dies verstieß gegen die Verpflichtung Preußens, Frankreich zu unterstützen und läutete den Kampf gegen das Joch Napoleons ein. Nach anfänglichem Entsetzen über die Yorksche Befehlsverweigerung entschließt sich König Friedrich Wilhelm III. im Februar 1813 dazu, ein Bündnis mit Zar Alexander zu schliessen und Frankreich den Krieg zu erklären. Am 17.März 1813 fordert Friedrich Wilhelm III. mit der Proklomation "An mein Volk" seine Untertanen zum Kampf gegen Napoleon auf.

 

 

 

 


1. Seite der Proklomation


Doch es dauerte bis August 1813, als sich Österreich der Koalition anschloss und sie somit über 500.000 Mann starke Truppen in den Kampf werfen konnten, um Napoleon in die Enge treiben zu können. Am 16. Oktober 1813 beginnt die "Völkerschlacht bei Leipzig", die die Koalition drei Tage später gewonnen hat und Napoleons Herrschaftssystem in Deutschland zusammenbrechen lässt. Am Neujahrstag 1814 überqueren alliierte Truppen den Rhein und ziehen am 31. März 1814 in Paris ein.

 

 

 

 


Handschriftliche Abdankung Napoleons


Am 08. Juni 1815 wird von den Monarchen und Fürsten Europas eine Neuordnung des Kontinents beschlossen und stellt Preußens alte Machtposition wieder her. Schwedisch-Vorpommern mit der Insel Rügen sowie die bisher noch nicht preußischen Teile Westfalens und des Rheinlandes gehören zum Königreich ebenso wie der Norden Sachsens. Einen Großteil der bei den polnischen Teilungen zugewonnenen Gebiete muss man aber Russland überlassen. Friedrich Wilhelm III. ist nun der Herr über 278.000 Quadratkilometer Land und 10,4 Millionen Menschen, fast so viel wie vor dem Frieden von Tilsit 1807. Zeitgleich wird der Deutsche Bund als Nachfolge des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen gegründet, dem sich zunächst 34 souveräne Fürsten und 4 freie Städte anschlossen, Russland, Österreich und Preußen schlossen ein dauerhaftes Bündnis zur Wahrung des jetzigen Zustands Europas, die "Heilige Allianz".

1833 wird der deutsche Zollverein gegründet. Unter preußischer Führung öffnen 18 Länder des deutschen Staates ihre Grnezen und es entsteht innerhalb des Deutschgen Bundes ein gemeinsamer Wirtschaftsraum.

1844 wird der "Weberaufstand" vom Militär blutig niedergeschlagen.

1848 gibt es in Frankreich Unruhen, welche die Abdankung des Königs und den Ausruf der Republik zur Folge hatten und nun auch auf Preußen übergreifen. In der "Märzrevolution" wird in Demonstrationen und Volksversammlungen die Presse- und Vereinsfreiheit gefordert, auch wird der Ruf nach einem Deutschen Parlament wird immer lauter. Am 18. März 1848 schiessen Soldaten bei einer Großdemonstration in Berlin auf das Volk und es beginnt eine blutige Straßenschlacht. Am Morgen des 19. März ruft Friedrich Wilhelm IV seine Truppen zum Rückzug aufruft, haben bereits 200 Demonstranten ihr Leben gelassen. Der König bewilligt den Preußen eine verfassungsgebende Nationalversammlung, löst sie aber Ende des Jahres 1848 wieder auf und zwingt der Bevölkerung eine eigene Verfassung auf, in welcher der "Geld-Adel" bevorzugt wird.
1849 wird der König von Preußen von der Frankfurter Nationalkversammlung zum Deutschen Kaiser gewählt, doch dieser lehnt ab, weil er kein "Kaiser von Volkes Gnade" werden will und er damit auch die demokratische Souveränität der Volksversammlung anerkennen würde. Somit gab es kein geeintes und demokratisches Deutschland.

1858 übergibt Friedrich Wilhelm IV die Regentschaft an seinen Bruder Wilhelm. Dieser verspricht seinen Untertanen Reformen, woran besonders die Liberalen große Hoffnungen knüpfen. 1861 stibt Friedrich Wilhelm IV und Wilhelm I. wird neuer König. Nun möchte Wilhelm I. den Militär-Etat zum Vergrößern des Heeres aufstocken, doch wird dieses von dem von Liberalen beherrschte Abgeordnetenhaus abgelehnt. Wilhelm I. löst das Problem, indem er Otto von Bismarck (1815 - 1898) zum Ministerpräsidenten ernennt, der auch gleich gegen das Parlament regiert.

1864 will Dänemark das Herzogtum Schleswig in sein Reich integrieren. Österreichische und preußische Truppen besetzen Schleswig und können in der "Schlacht an den Düppeler Schanzen" einen Sieg erringen. Die Herzogtümer Schleswig und Holstein werden fortan gemeinsam von Preußen und Österreich verwaltet. Doch diese gemeinsame Verwaltung scheitert und der Streit zwischen den beiden Parteien führt im Sommer zum Krieg. Preußen erklärt den Deutschen Bund für aufgelöst und gewinnt gegen Österreich mitsamt seinen deutschen Mittelstaaten in der "Schlacht bei Königgrätz". Somit ist der Weg frei zu einer von Bismarck favorisierte Einigung Deutschlands ohne Österreich. König Wilhelm I. erhält einen gewaltigen Gebietszuwachs: Neben Schleswig und Holstein hat er nun auch das Königreich Hannover, das Kurfürstentum Hessen, das Herzogtum Nassau und die bis dahin freie Stadt Frankfurt am Main hinzugewonnen.

1867 wird der Norddeutsche Bund geschlossen, in dem sich 22 Staaten mit etwa 30 Millionen Einwohnern zusammenschliessen.

Mit einer List gelingt es Bismarck, dass Frankreich den Preußen am 19. Juli 1870 den Krieg erklärt. Auf den Schlachtfeldern ist Deutschland unter preußischer Führung und ohne Österreich vereint und erringen Anfang Septemner 1870 in der "Schlacht bei Sedan" einen Sieg gegen die Franzosen, bei dem Napoleon III. festgenommen wird. Im "Frankfurter Frieden" wird festgelegt, dass Frankreich den deutschsprachigen Raum Lothringens und das Elsass an das Deutsche Reich batreten muss.

Am 18. Januar 1871 wird im Spiegelsaal von Versailles von Wilhelm I. das Deutsche Kaiserreich ausgerufen, an dessen Spitze Wilhelm I. selbst steht, aber auch König von Preußen bleibt. Bismarck wird deutscher Reichskanzler, bleibt aber auch weiterhin preußischer Ministerpräsident.

 

 

 

 


Kaiserkrönung in Versailles 1871

 


Am 09. März 1888 stirbt Kaiser Wilhelm I. in Berlin, ihm folgt Friedrich III. auf den Thron, welcher, aber selbst schon schwer krank ist und nach nur 99 Tagen Amtszeit stirbt. Nun wird Wilhelm II. neuer Kaiser, der sich aber nicht mit Bismarck versteht und ihn 1890 schließlich entlässt.

Gegen Ende des für Deutschland schon verlorenen Ersten Weltkrieges verweigern Matrosen in Kiel bei der November-Revolution den Befehl zum Auslaufen. Die Stimmung im Lande wendet sich gegen den Kaiser und am 09. November 1918 wird in Berlin die Republik ausgerufen. Reichskanzler Prinz Max von Baden (1867 - 1929) verkündet eigenmächtig die Abdankung Wilhelms II., die dieser erst 18 Tage später unterzeichnet. Dies bedeutete das Ende Preußens. Wilhelm II. geht ins Exil in die Niederlande und stirbt dort am 04. Juni 1941.

Nach dem Versailler Vertrag, dem Friedensabkommen nach dem Ersten Weltkrieg, werden Oberschlesien, Posen, der Hauptteil Westpreußens, das Memelland und Danzig abgegeben. 1932 wird zuletzt noch die letzte demokratische preußische Landesregierung mit dem "Preußenschlag" beendet. 1947 schließlich, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lösen die Besatzungsmächte endgültig den Staat Preußen auf.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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