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Napoleon Bonaparte



Unser Spiel heißt „Napolenic Wars", daher kann man auch einmal einen Überblick über das Leben und Schaffen des Namensgebers erstellen.


Napoleon Bonaparte, als Kaiser hieß er Napoleon I., wurde am 15. August 1769 in Ajaccio auf Korsika geboren und starb am 05. Mai 1821 in Longwood House auf St. Helena im Südatlantik.


Seine Eltern waren Carlo und Letizia Buonaparte, die 13 Kinder hatten, von denen aber 6 schon im Kindesalter verstarben. Die Familie gehörte dem korsischen Kleinadel an und lebte schon seit dem frühen 16. Jahrhundert auf der Insel. Carlo Buonaparte war der Sekretär des korsischen Revolutionärs und Freiheitskämpfers Pascal Paoli und hatte mit diesem zusammen für die Unabhängigkeit Korsikas gekämpft, die nach anfänglichen Erfolgen dann doch vernichtend geschlagen wurden. So war Napoleons Kindheit geprägt von den Klagen über die verlorene Freiheit und die Opfer des Kampfes für die Unabhängikeit und Paoli blieb sein Idol und Vorbild bis hin zum Jahr 1790.


Carlo Maria Buonaparte, Vater Napoleons



Carlo Buonaparte hatte zwar an der korsischen Verfassung mitgearbeitet, beugte sich aber 1769 rasch der französischen Oberhoheit und arbeite fortan als Advokat und Richter und, da er eigene Güter besaß, auch als Winzer und Landwirt. Sein Entgegenkommen wurde ihm belohnt, ab 1771 war er besoldeter Assessor in Ajaccio und gewählter Adelsvertreter im korsischen Standesparlament und in Paris.Nach dem Besuch der Stadtschule in Ajaccio wirden Napoleon und einige seiner Geschwister von einem Abbé in Schreiben und Rechnen unterrichtet. Besonders im Letzteren zeigte Napoleon sehr gute Qualitäten. Aufgrund der Biblithek im Elternhaus und unter dem Einfluss des Vaters interessierte sich Napoleon sehr für Geschichte, Literatur und Jura.



Aufgrund seiner Zusammenarbeit mit den Franzosen erhielt Carlo Buonaparte ein Stipendium für seine Söhne Joseph und Napoleon; der ältere sollte auf den Priesterberuf vorbereitet werden, während für Napoleon die Militär-Laufbahn vorgesehen war. 1778 kamen beide auf das College von Autun, um vor allem erst einmal die französische Sprache zu lernen. Im folgenden Jahr ging Napoleon auf die Kadettenschule von Brienne, wo er als wenig wohlhabender Stipendiat und einziger Korse als Außenseiter galt. Seine schulischen Leistungen waren unterschiedlich; während er in Mathematik ein besonderes Talent entwickelte, waren seine Leistungen in Latein so schlecht, dass er in diesem Fach nicht einmal geprüft wurde, seine französische Orthographie war mangelhaft, während sich sein Stil durch viele Lektüre gebessert hatte. Besonders interessierte er sich für die großen Helden der Geschichte wie Alexander den Großen und Julius Caesar.

Trotzdem bestand er die Prüfung ohne Schwierigkeiten und wurde, nachdem seine Mutter die ihm angebotene Stelle in der Marine abgelehnt hatte, aufgrund seiner mathematischen Fähigkeiten 1784 in der École royal militaire in Paris, der renommiertesten Militärschule im Lande angenommen. Dort lernte er in der Artillerie-Klasse Hydrostatik, Differential- und Integral-Rechnung sowie Staatsrecht und Befestigungskunde.


Napoleon 1792



Am 24. Februar 1785 starb Carlo Buonaparte an Magenkrebs und Napoleon übernahm die Rolle des Familienoberhauptes. Gleichzeitig konnte er, aufgrund seiner guten Leistungen, vorzeitig seine Ausbildung und bekam ein Offizierspatent als er noch nicht einmal 16 Jahre alt war. Als Leutnant nahm er im Januar 1786 seinen Dienst beim Regiment La Fère in Valence auf, bis er im Juni 1788 nach Auxonne (bei Dijon) versetzt wurde. Hierhin nahm er seinen jüngeren Bruder Louis mit, um seine Mutter zu entlasten und kümmerte sich um dessen Erziehung. In seiner Freizeit las Napoleon sehr viel, Romane, Lehrbücher, antike wie neuzeitliche Werke und militärische Standardwerke dieser Zeit. Als er sich für Politik zu interessieren begann, schien ihm eine konstitutionelle Monarchie wie in Großbritannien als vorbildlich.


Im Sommer 1789 begann die französische Revolution. Napoleon begrüßte sie, verurteilte aber die damit einhergehenden Unruhen und Ausschreitungen. Ende August schwor er der neuen Ordnung mit seinem Regiment die Treue, dachte dabei aber in erster Linie an eine Chance für die Befreiung Korsikas. Im September nahm er Urlaub von der Armee und kehrte nach Ajaccio zurück, um dort zusammen mit seinem Bruder Joseph umfangreiche politische Aktivitäten zu entfalten.


Unterschrift Napoleons



1791 kehrte Napoleon zu seinem Regiment zurück und wurde zum Premier-Leutnant befördert. Nachdem Ludwig XVI. versuchte zu flüchten, erklärte sich Napoleon zum Republikaner. Ende 1791 kehrte Napoleon aber wieder nach Korsika zurück und stieg dort zum Führer der National-Garde auf. Nach einigen blutigen Unruhen und nachdem diese Truppen dann ins Landesinnere verlegt wurden, kehrte Napoleon nach Frankreich zurück. Nun kamen aber zahlreiche Klagen aus Korsika wegen der Handlungsweisen Napoleons und da er seinen Urlaub unerlaubterweise überschritten hatte, wurde Napoleon aus der Armee entlassen. Er reiste sofort nach Paris, um seine Wiedereinstellung zu erwirken und wurde wegen Mangels an Offizieren, wieder eingestellt und sogar gleich zum Hauptmann befördert.


Wiederum dauerte es nicht lange, bis er wieder nach Korsika zurückkehrte. Er beteiligte sich, wenig erfolgreich, mit seiner Freiwilligen-Einheit an der Schlacht bei La Maddalena, einer Militär-Aktion im Nordosten Sardiniens. Nachdem der Freiheitskämpfer Paoli auf Korsika festgenommen wurde und Julien Bonaparte sich in einem Brief rühmte, dass die Familie Buonaparte dafür verantwortlich sei, mussten sie vor dem Zorn der Paoli-Anhänger von der Insel fliehen, d.h. für die Familie ein Leben im französischen Exil und für Napoleon das Ende seiner korsischen Ambitionen.


Napoleon 1801



Napoleon kehrte nach der Flucht zu seinem in Südfrankreich stationierten Regiment zurück. In Frankreich hatten mittlerweile die Jakobiner unter Maximilien de Robespierre die Macht übernommen und, obwohl sich Napoleon ein Jahr zuvor noch von den Jakobinern distanziert hatte, bekannte er sich voll zum neuen Regime. Napoleon wurde zum Kommandanten der Artillerie ernannt, die bei der Belagerung von Toulon, welche von gemäßigt Revolutionären und Royalisten gehalten wurde, eingesetzt wurde. Am 25. November 1793 ging er mit seinem Plan zur Eroberung von Toulon zum Oberbefehlshaber General Dugommier. Der Plan wurde umgesetzt, Toulon konnte erobert werden und Napoleon wurde mit nur 24 Jahren zum Brigade-General ernannt und erhielt das Kommando über die in Nizza aufgestellte Artillerie der Italien-Armee. Dann wurde die Jakobiner-Herrschaft gestürzt und Napoleon als Günstling zeitweise inhaftiert; außerdem verlor er sein Kommando und lebte mit dem Rest der Familie Buonaparte in Marseille.


Napoleon reiste nach Paris, um den neuen Machthabern um Paul de Barras seine Dienste anzubieten und so seine Karriere zu retten. In Paris kam es zu einem Aufstand von rechts und Paul de Barras wurde zum Kommandeur des Innern ernannt, hatte aber keine militärischen Kenntnisse. So holte er sich Napoleon an seine Seite, der am 05. Oktober 1795 mit der Artillerie die Aufständischen zusammenschoss. Als Dank wurde er zum Divisionsgeneral und später zum Oberbefehlshaber im Innern ernannt.


Napoleon zu Pferde



Im privaten Umfeld der neuen Machthaber lernte er Josephine von Beauharnais kennen, die eine ehemalige Geliebte von Paul de Barras war. Während sie, die wesentlich älter war, sich von ihm die Finanzierung ihres aufwändigen Lebensstils erhoffte, überlegte Napoleon sich, durch die Verbindung stärker an Barras verbunden zu sein und so Einlass in die Pariser Gesellschaft zu bekommen. Am 09. März 1796 heiratete er Josephine und nannte sich ab da französisch Bonaparte statt italienisch Buonaparte.


Josephine von Beauharnais



Nur zwei Tage nach der Hochzeit reiste er nach Nizza ab, um dort den Oberbefehl über die Italien-Armee zu übernehmen. Die ihm unterstellten Generäle standen ihm erst skeptisch gegenüber, aber durch seine energische Art verschaffte er sich allgemeinen Respekt. Die Italien-Armee bestand aus etwa 40.000 Mann, war aber schlecht motiviert, weil die Ausrüstung schlecht war und der Sold schon viele Monate auf sich warten ließ. Napoleon gelang es aber, mit verschiedenen Ansprachen die Begeisterung der Soldaten zu erwecken und die Moral zu heben. Auch war seine Art der Kriegsführung sehr effektiv: er suchte und Fand auch meistens die Schwachstellen der Gegner und ließ die geballte Macht seiner Truppen an dieser Stelle zuschlagen. Weiterhin ließ er seine Truppen durch die Länder, in denen sie durchzogen, ernähren und war so, ohne Train- und Versorgungszüge, schneller und beweglicher als jede andere Armee.


Schlacht bei den Pyramiden 1798




Beim italienischen Feldzug standen en Franzosen österreichische und sardinisch-piemontesische Truppen von zusammen 70.000 Mann gegenüber. Napoleon trennt die beiden Armeen in einer Reihe von Schlachten voneinander, schlug in der Schlacht bei Mondovi erst die Truppen von Victor Amadeus III. von Sardinien, um anschließend am 10. Mai 1796 bei der Schlacht von Lodi die Österreicher zu schlagen. Aufgrund dieser Erfolge war der Jubel und die Bewunderung Napoleons groß und die italienischen Staaten bemühten sich mit Geld und Kunstgegenständen den Frieden zu sichern. Napoleon war nun überzeugt, dass er nicht nur militärisch, sondern auch politisch eine große Rolle spielen kann. Während der sechsmonatigen Belagerung der Stadt Mantua schlug Napoleon verschiedene Entsatz-Armeen und nach der Kapitulation der Belagerten am 02. Februar 1797 war der Weg über die Alpen-Pässe frei. Erzherzog Karl, der militärische Führer Österreichs, musste daraufhin den Frieden von Campo Formio hinnehmen, bei den Österreich große Gebietsverluste erlitt. Bonaparte errichtete in Italien mit der Cisalpinischen Republik und der Ligurischen Republik Tochter-Staaten der Französischen Republik. Die eigenmächtige Handlungsweise und die wachsende Popularität Napoleons war den französischen Machthabern ein Dorn im Auge, sie konnten aber nichts gegen den begeisterten Empfang, den die Bevölkerung Napoleon bei seiner Rückkehr bereitete, unternehmen.


Nach seiner Rückkehr aus Italien befürchtete Napoleon, dass sein Ruhm bald verblassen würde und er drängte das Direktorium, ihm neue militärische Ziele zuzuweisen. Eine zuerst geplante Invasion Großbritanniens erwies sich als undurchführbar, so dass schließlich einer Eroberung Ägyptens mit dem Ziel, Großbritanniens Zugang nach Indien zu stören, zugestimmt wurde. Am 19. Mai 1798 verließ Napoleon mit 38.000 Soldaten, zahlreichen Wissenschaftlern und Künstlern Frankreich. Nach der Besetzung Maltas landete die Flotte am 01. Juli 1798 in Ägypten. Am 21. Juli besiegten die Expeditions-Streitkräfte eine Mamluken-Armee in der Schlacht bei den Pyramiden und zog am 23. Juli in Kairo ein. Hier erreichte Napoleon die Nachricht, dass seine Schiffe von einer britischen Flotte unter Horatio Nelson in Abukir versenkt worden ist; damit war Napoleon von seinem Mutterland abgetrennt. Als nun die Wissenschaftler und Künstler mit ihren Forschungen und Umstrukturierungen begannen, wurde schnell klar, dass die Ägypter Napoleon nicht als Befreier wie in Italien, sondern als Ungläubigen und fremden Eroberer ansahen. Nachdem ein Aufstand in Kairo blutig niedergeschlagen wurde, erklärte das Osmanische Reich, in dem Ägypten offiziell ein Teil war, den Franzosen den Krieg. Nun musste Napoleon mit einem Teil seiner Armee auch gegen den neuen Gegner in Richtung Palästina ziehen. Nach Anfangserfolgen dezimierte die Pest seine Armee und Napoleon musste sich nach Ägypten zurückziehen. Da für ihn nun feststand, dass das Ziel des Expeditionskriegs nicht mehr zu erreichen war und die außenpolitische Lage in Europa und die innerpolitische Lage Frankreichs sich zuspitzten, reiste er nach Frankreich zurück. Als er Frankreich am 09. Oktober 1799 wieder betrat, wurde er stürmisch gefeiert, denn die Franzosen erhofften sich nun militärische Siege, einen europäischen Frieden und eine Absetzung des abgewirtschafteten und korrupten Direktoriums.


Napoleon vor dem Rat der 500



Am 09. November 1799 gab es dann den „Staatsstreich des 18. Brumaire VIII" (nach dem französischen Revolutions-Kalender), bei dem Napoleon die tragende Rolle spielte und seine Armee für diesen Staatsstreich benutzte. Anschließend setzte Napoleon seine Mitverschwörer ins politische Abseits und ersetzte sie durch ihm ergebene Männer. Napoleon wurde so als Erster Konsul zum Alleinherrscher über Frankreich.


Am 25. Dezember 1799 wurde nun in Frankreich eine neue Verfassung verabschiedet, in der bestimmt wurde, dass der Erste Konsul für 10 Jahre gewählt werde und er weitreichend Vollmachten besaß, wie z.B. das Recht zur Gesetzesinitiative und die Ernennung der Minister und höheren Staatsbeamten, die Mitsprach-Rechte der beiden Parlamentskammern waren dagegen begrenzt. Napoleon erklärte die Revolution für beendet und setzte einige weitreichende Reformen durch, von denen einige weit über seine Regierungszeit hinaus noch Bestand hatten, z.B. die Zentralisierung der Verwaltung, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Sanierung der Staatsfinanzen, eine Währungsreform, die Gründung der Banque de France und 1804 den Erlass des Gesetzbuches Code Civil.


Napoleon als König von Rom



Innenpolitisch ließ er die organisierte politische Opposition bekämpfen und versuchte, ehemalige Jakobiner und Royalisten in den Staat zu integrieren.

Außenpolitisch ging es darum, den 2. Koalitionskrieg siegreich zu beenden. Mit seiner Armee zog er über die Alpen und schloss am 09. Februar 1801 in Lunéville den Frieden mit Österreich, nachdem er die Schlacht von Hohenlinden gewonnen hatte. Am 08. Oktober 1801 folgte der Frieden mit Russland und am 25. März 1802 folgte der „Frieden von Amiens" mit Großbritannien. 1803 zog sich Frankreich durch den Verkauf Louisianas an die Vereinigten Staaten ganz vom nordamerikanischen Kontinent zurück.

Am 02. August 1802 ließ Napoleon sich durch eine Volksabstimmung mit überwältigendem Ergebnis zum Konsul auf Lebenszeit erklären. Da er auch seinen Nachfolger selbst bestimmen durfte, entstand eine regelrechte Hofhaltung in dem Pariser Stadtschloss und der erste Schritt zur Monarchie war getan. Napoleons Außenpolitik führte zur Kriegserklärung Großbritanniens, deren Auswirkung zuerst begrenzt blieben, da Großbritannien vor allem einen Kolonial- und See-Krieg führte. Napoleon erließ ein Handels-Embargo für britische Waren und annektierte Hannover. Eine Invasion Großbritanniens verwarf er 1805 wieder.


Napoleons Krönung



Am 02. Dezember 1804 krönte sich Napoleon selbst zum Kaiser von Frankreich, am 26. Mai 1805 wurde er im Mailänder Dom zum König von Italien gekrönt. Napoleon erhoffte sich durch die Krönungen eine Verbesserung der internationalen Beziehungen, doch genau das Gegenteil war der Fall. Im April 1805 ging Zar Alexander I. ein Bündnis mit Großbritannien ein, welches das Ziel hatte, Frankreich auf die Grenzen von 1792 zurückzuwerfen; Österreich, Schweden und Neapel schlossen sich an. Preußen beteiligte sich nicht an der „Dritten Koalition", während andere deutsche Staaten wie Bayern, Württemberg und Baden sich auf die Seite Napoleons schlugen. Die bewährte Taktik, feindliche Armeen voneinander zu trennen und einzeln nacheinander zu schlagen, setzte Napoleon jetzt auch ein. Bei der ersten Blitzkampagne vom 25. September bis 20. Oktober 1805 brachte er die österreichische Armee unter General Karl Mack von Leiberich in den Schlachten von Elchingen und Ulm zur Kapitulation. Nach weiteren kleineren Kämpfen nahm er am 13. November 1805 kampflos Wien ein. Nun täuschte Napoleon Schwäche vor und lockte die Österreicher und die Russen in die Schlacht von Austerlitz, die er am 02. Dezember 1805 gewann. Am 26. Dezember 1805 wurde mit Österreich der „Frieden von Pressburg" geschlossen, bei denen Österreich Vorarlberg und Tirol an die Bayern verloren und ihre italienischen Besetzungen fielen an das napoleonische Königreich Italien, die Kurfürsten von Bayern und Württemberg wurde von Napoleon zu Königen erhoben. Um die Erfolge zu sichern setzte Napoleon Familienmitglieder und treue Gefolgsleute als Herrscher der abhängigen Staaten ein. Am 16. Juli 1806 wurde in Deutschland unter dem Protektorat Napoleons anfangs aus 16 Ländern der Rheinbund gegründet. Seine Mitglieder verpflichteten sich zur militärischen Unterstützung Frankreichs und zum Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich, worauf Franz II. die Krone des Heiligen Römischen Reichs niederlegte.


Schlacht von Austerlitz



Nachdem Preußen ein geheimes Bündnis mit Russland eingegangen ist, setzte Preußen Frankreich am 26. August 1806 eine ultimative Aufforderung, sich hinter den Rhein zurückzuziehen, was Napoleon als Kriegserklärung wertete und sofort gegen Berlin marschierte. Im Oktober 1806 wurden die preußischen Truppen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt vernichtend geschlagen, die verbliebenen preußischen Kräfte schlossen sich den russischen Truppen an. Napoleon zog nun weiter auch gegen die Russen und konnte nach langwierigen Kämpfen schließlich am 14. Juni 1807 bei der Schlacht bei Friedland die Verbündeten vernichtend schlagen. Ergebnis dieses Krieges war der am 07. Juli 1807 geschlossene „Frieden von Tilsit", der für Preußen katastrophale Bedingungen beinhaltete. So verloren sie etwa die Hälfte ihres Territoriums, mussten hohe Kontributionen zahlen und durften nur noch in einem beschränkten Maße eine Armee unterhalten. Nun war fast ganz Europa unter der direkten oder zumindest indirekten Kontrolle Napoleons. Gegen Großbritannien verhängte er mit der Kontinentalsperre einen europaweiten Handelsboykott.


Napoleon befand sich nun auf dem Höhepunkt seiner Macht, duldete aber immer weniger Kritik; so entließ er den Außenminister Talleyrand, nachdem dieser sich kritisch über die Expansionspolitik geäußert hatte, aber auch die staatliche Zensur nahm weiter zu. Außenpolitisch versuchte er sich in Spanien zu etablieren. Während dieses gegen reguläre spanische Truppen anfangs zu gelingen schien, musste er sich zu Beginn des Jahres 1809 nach einem erbittert geführten langwierigen und kostspieligen Guerilla-Krieg ergebnislos nach Frankreich zurückziehen.


Napoleon zieht in Berlin ein



Nun begannen aber in vielen Teilen Europas Widerstände gegen die französische Fremdherrschaft. So marschierte die Österreichische Armee unter Karl von Österreich-Teschen in Bayern ein und in Tirol kam es zur Erhebung von Andreas Hofer gegen die bayerischen Besatzungstruppen, während sich im Norden Deutschlands Ferdinand von Schill oder das Herzoglich Braunschweigische Korps (Schwarze Schar) versuchten, militärischen Widerstand zu leisten. Da Preußen und der Rheinbund aber immer noch zu stark in der Bindung zu Frankreich standen, war Österreich in Europa alleiniger Gegner der Franzosen. Napoleon marschierte in Österreich ein und mit der finalen Schlacht von Wagram am 06. Juli 1809 besiegte er den Erzherzog Karl. Der anschließende Frieden von Schönbrunn hatte zur Folge, dass Österreich etwa die Hälfte seiner Erbländer verlor, der britischen Kontinentalsperre beitreten musste, nur noch ein Heer von 150.000 Mann haben durfte und einem Militärbündnis mit Frankreich beitreten musste.

Napoleon ließ sich 1809 von Joséphine scheiden, da die Ehe kinderlos blieb und heiratete eher aus politischen Gründen 1810 Marie-Louise von Habsburg, die älteste Tochter des österreichischen Kaisers Franz I., aus der mit Napoleon II. der gewünschte Thronfolger hervorging.


Ende 1810 kühlten sich die Beziehungen zwischen Frankreich und Russland ab, weil sich Russland aus finanziellen Gründen nicht mehr an der Kontinentalsperre gegen Großbritannien beteiligen wollte. Napoleon bereite sich nun bis zum Frühjahr 1812 auf einen Krieg gegen Russland vor, die Rheinbundstaaten, Österreich und auch Preußen hatte hierfür Kontingente zu stellen. Schweden mit dem neuen Kronprinzen und ehemaligen französischen General Bernadotte stellte sich auf Seiten der Russen. Am 24. Juni 1812 überschritt Napoleon mit 450.000 Mann die Memel und begann somit den Russlandfeldzug, doch mangelnde Logistik sowie die ungünstigen Witterungsverhältnisse machten den französischen Truppen schwer zu schaffen. Sie schafften es zwar, Moskau einzunehmen, doch fehlender Nachschub, Krankheiten und die klirrende Kälte zwangen Napoleon, sich nach Frankreich zurückzuziehen. Bei diesem Rückzug wurden sie aber von den russischen Truppen immer wieder gestellt und schlussendlich am 28.12.1812 in der Schlacht an der Beresina endgültig zerschlagen; Napoleon schaffte es, nach Paris zu fliehen.


Napoleon auf dem Rückzug aus Russland



Nach dieser Niederlage begann sich der Widerstand zu regen und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen verbündete sich mit Russland und rief zum Befreiungskrieg gegen Frankreich auf. Napoleon begann in Frankreich neue Rekruten auszuheben und marschierte nach Deutschland. Nach anfänglichen Erfolgen zeigte sich Preußen aber als ernstzunehmender Gegner, so dass am Ende ein Waffenstillstand erklärt wurde. Diesen nutzte das Bündnis von Preußen und Russland, um Österreich auf seine Seite zu ziehen und auch Schweden schloss sich an. Napoleon wurde ein Ultimatum gestellt, mit der er die Vormachtstellung in Europa aufgeben sollte, worauf er natürlich nicht einging. Im darauf folgenden Feldzug spielten die Verbündeten ihre numerische Überlegenheit aus und wichen einer Entscheidungsschlacht mit der französischen Hauptarmee zunächst aus und fügten den Truppen der Marschälle in kleinen Schlachten immer mehr Verluste zu. Am 19. Oktober 1813 bei der Völkerschlacht in Leipzig wurde Napoleon vernichtend geschlagen und zog sich mit den Resten seiner Truppen hinter den Rhein zurück.


Nach dieser Niederlage spaltete sich der Rheinbund von Frankreich ab und die alliierten Truppen setzten nun nach und marschierten in Richtung Paris. Napoleon spürte immer mehr den wachsenden Druck von außen und innen. Den Alliierten konnte er nur eine schwache Armee entgegensetzen, so dass er nach anfänglichen Erfolgen immer mehr ins Hintertreffen geriet. Am 31. März 1814 nahmen die Alliierten nach der Schlacht um Paris die Hauptstadt ein. Napoleon hatte nun keine Unterstützung mehr, weder von der Armee noch von der Politik, selbst engste Vertraute wandten sich ab. Die Alliierten verlangten die bedingungslose Abdankung Napoleons, was er am 12. April 1814 auch unterschrieb. Ihm wurde die Insel Elba als Wohnsitz zugewiesen.


Napoleons Abdankung



Napoleon herrschte nun über einen Staat mit 10.000 Einwohnern und einer Armee mit 1.000 Mann. Dieses konnte ihn natürlich nicht befriedigen und er bekam mitgeteilt, dass es in Frankreich nach den Reformen unter Ludwig XVIII. eine weit verbreitete Unzufriedenheit gab. Daraufhin kehrte Napoleon am 01. März 1815 nach Frankreich zurück. Die Soldaten, die ihn eigentlich daran hindern sollten, liefen zu ihm über und am 19. März 1815 floh Ludwig XVIII. aus dem Pariser Stadtschloss.


Und wieder marschierte Napoleon gegen die Allianz aus Preußen, Russland, Österreich und Großbritannien. Und wieder hatte Napoleon am Anfang Erfolge zu feiern, bis er am 18.06.1815 nahe der Stadt Waterloo auf die alliierte Armee unter Wellington traf. Der Kampf dort wogte hin und her bis schließlich die preußische Armee unter Blücher eintraf und mithalf, den Kampf für die Alliierten zu entscheiden. Die Alliierten beschlossen, Napoleon als Kriegsgefangenen auf die Insel St. Helena im Südatlantik zu verbannen. Am 08. August 1815 ging Napoleon an Bord des Schiffes und kam am 18. Oktober 1815 in St. Helena an.


Skizze von Napoleons Tod



Mit seinen wenigen Begleitern wurde ihm auf St. Helena der ehemalige Wohnsitz des britischen Gouverneurs, das „Longwood House" zugewiesen. Nach Napoleons Willen hielten die Franzosen für ihn die Illusion eines kaiserlichen Hofstaates aufrecht. Napoleon schrieb seine Memoiren und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich, bis er schließlich am 05. Mai 1821 dort starb. Fast 20 Jahre nach seinem Tod wurde die Leiche Napoleons exhumiert und nach Frankreich überführt. Seit dem 15. Dezember 1840 ist er im Pariser Invalidendom in einem Sarkophag beigesetzt.



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